{"id":3377,"date":"2018-04-05T15:31:00","date_gmt":"2018-04-05T13:31:00","guid":{"rendered":"http:\/\/univet.hu\/universitaet\/organisationseinheiten\/lehrstuhl-fur-pathologie\/"},"modified":"2026-02-10T03:47:37","modified_gmt":"2026-02-10T02:47:37","slug":"lehrstuhl-fur-pathologie","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/univet.hu\/de\/universitaet\/organisationseinheiten\/lehrstuhl-fur-pathologie\/","title":{"rendered":"Lehrstuhl f\u00fcr Pathologie"},"content":{"rendered":"<h2>Geschichte<\/h2> <div> <p>Die Grundlage f\u00fcr die Erforschung der Tierkrankheiten wurde in Ungarn an der Budapester Universit\u00e4t unter der Leitung von S\u00e1ndor Tolnay (1748-1818) geschaffen, als 1787 der Lehrstuhl f\u00fcr Veterin\u00e4rmedizin aufgestellt wurde. Daraus entwickelte sich die heutige Fakult\u00e4t f\u00fcr Veterin\u00e4rmedizin der Sankt-Stephan-Universit\u00e4t, welche fr\u00fcher die Bezeichnung Universit\u00e4t f\u00fcr Veterin\u00e4rmedizin trug. Anfangs wurde die pathologische Anatomie nicht als selbst\u00e4ndiges Fach unterrichtet, aber schon zurzeit von S\u00e1ndor Tolnay sezierten die Studenten jeden Leichnam in Gegenwart des klinischen Lehrers und des Lehrers f\u00fcr Anatomie. In den 1850er Jahren war M\u00e1rton Galambos (1820-1872) Doktor der Medizin, Tierarzt, der Erste, der pathologische Anatomie im Rahmen eines selbst\u00e4ndigen Studiums unterrichtete und auch Unterrichtsmaterial f\u00fcr pathologische Anatomie anfertigte. Er untersuchte lange Zeit die Pathologie der damals recht bedeutenden \u00f6stlichen Rinderseuche. Wegen seines patriotischen Verhaltens w\u00e4hrend des Freiheitskampfs verbot ihm die Regierung das Unterrichten von 1853-1856.<\/p> <p>In dieser Zeit unterrichtete Ferenc Kudlik vor\u00fcbergehend die pathologische Anatomie. Nach dem Tod von M\u00e1rton Galambos hielten Vilmos Zlam\u00e1l und Alajos Szab\u00f3 f\u00fcr kurze Zeit die Vorlesungen f\u00fcr pathologische Anatomie. 1874 trat K\u00e1lm\u00e1n Czak\u00f3 (1843-1895), Doktor der Medizin das Erbe von Galambos an. Czak\u00f3 erwarb seine Kenntnisse in pathologischer Anatomie an den Universit\u00e4ten von Klausenburg und Budapest, erweiterte sie w\u00e4hrend seiner 2-j\u00e4hrigen Studienreise im Ausland und unterrichtete die veterin\u00e4rmedizinische pathologische\u00a0 Anatomie auf moderner wissenschaftlicher Grundlage in unserem Institut. Nach dem Tod von K\u00e1lm\u00e1n Czak\u00f3 hielt Ferenc Hutyra (1860-1934) f\u00fcr kurze Zeit die Vorlesungen in pathologischer Anatomie, dann \u00fcbernahm Istv\u00e1n R\u00e1tz (1860-1917), Doktor der Medizin, Tierarzt, die Leitung des Lehrstuhls\u00a0 im Herbst 1889. Istv\u00e1n R\u00e1tz hatte eine gute Vorbildung durch ausgezeichnete ungarische, auch in der Forschung t\u00e4tige \u00c4rzten, die er mit ausl\u00e4ndischen Studienaufenthalten in Wien bzw. in Berlin erg\u00e4nzte, wo er die Vorlesungen von Virchow besuchte. Er schuf ein Institut f\u00fcr pathologische Anatomie, wo sowohl der Unterricht als auch die wissenschaftliche Forschung auf hohem Niveau betrieben werden konnten. Seine weit verbreitete literarische T\u00e4tigkeit brachte ihm sowohl im In- als auch Ausland gro\u00dfe Anerkennung. 1903 wurde er zum korrespondierenden Mitglied der Ungarischen Akademie der Wissenschaften gew\u00e4hlt. Nach seinem Tod wurde K\u00e1roly J\u00e1rmai (1887-1941), Doktor der Veterin\u00e4rmedizin, mit der Leitung des Lehrstuhls beauftragt. Er entwickelte die veterin\u00e4rmedizinische pathologische Anatomie erfolgreich weiter, und als ausgezeichneter Lehrer und Forscher des Fachs machte er sich insbesondere durch seine Studien \u00fcber die Leukose auch im Ausland einen Namen. Er schrieb ein Buch \u00fcber allgemeine Pathologie und ein ausf\u00fchrliches Buch \u00fcber pathologische Anatomie f\u00fcr die Studenten.<\/p> <p>Nach dem Tod von J\u00e1rmai \u00fcbernahm 1941 Gyula S\u00e1lyi (1903-1970), Doktor der Veterin\u00e4rmedizin, die Leitung des Lehrstuhls f\u00fcr pathologische Anatomie. Durch seine erfolgreiche T\u00e4tigkeit reihte er sich unter die besten Forscher der Veterin\u00e4rmedizin ein. Seine mit ausgezeichnetem p\u00e4dagogischem Verst\u00e4ndnis geschriebenen Handb\u00fccher \u00fcber pathologische Anatomie brachten ihm besonders gro\u00dfe Anerkennung. F\u00fcr seine Verdienste wurde er 1962 zum korrespondierenden Mitglied der Ungarischen Akademie der Wissenschaften gew\u00e4hlt und schon fr\u00fcher, 1952, erhielt er den Kossuth-Preis.<\/p> <p>Nachdem er in Ruhestand getreten war, wurde 1965 Andor Kardev\u00e1n (1925-) Leiter des Lehrstuhls, der seine T\u00e4tigkeit dem Unterricht widmete. Er legte einen besonderen Nachdruck auf den Schutz und Erhaltung der Pr\u00e4zision und Verst\u00e4ndlichkeit der Sprache der pathologischen Anatomie. Seine B\u00fccher sind auch noch heute die Grundlage f\u00fcr den Unterricht der pathologischen Anatomie. Er trat 1985 in Ruhestand, in jenem Jahr \u00fcbernahm die Leitung des Lehrstuhls Ferenc Vet\u00e9si (1935-) von ihm. Ferenc Vet\u00e9si leitete den Lehrstuhl bis 2001. Ihm folgte Mikl\u00f3s Rusvai, der davor Mitarbeiter des Lehrstuhls f\u00fcr Epidemiologie und Mikrobiologie war. Ferenc Vet\u00e9si ist seit 2006 als Professor Emeritus am Lehrstuhl t\u00e4tig.<\/p> <\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Geschichte Die Grundlage f\u00fcr die Erforschung der Tierkrankheiten wurde in Ungarn an der Budapester Universit\u00e4t unter der Leitung von S\u00e1ndor Tolnay (1748-1818) geschaffen, als 1787 der Lehrstuhl f\u00fcr Veterin\u00e4rmedizin aufgestellt wurde. Daraus entwickelte sich die heutige Fakult\u00e4t f\u00fcr Veterin\u00e4rmedizin der Sankt-Stephan-Universit\u00e4t, welche fr\u00fcher die Bezeichnung Universit\u00e4t f\u00fcr Veterin\u00e4rmedizin trug. 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