{"id":44947,"date":"2019-10-09T15:00:54","date_gmt":"2019-10-09T13:00:54","guid":{"rendered":"https:\/\/univet.hu\/?p=44947"},"modified":"2019-10-09T15:00:54","modified_gmt":"2019-10-09T13:00:54","slug":"vor-30-jahren-haben-wir-eine-tuer-zur-grossen-weiten-welt-aufgestossen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/univet.hu\/de\/2019\/10\/vor-30-jahren-haben-wir-eine-tuer-zur-grossen-weiten-welt-aufgestossen\/","title":{"rendered":"Vor 30 Jahren haben wir eine T\u00fcr zur gro\u00dfen weiten Welt aufgesto\u00dfen"},"content":{"rendered":"<p><strong>Wir feiern den 30. Jahrestag der Einf\u00fchrung unserer deutschsprachigen Tierarztausbildung<\/strong><\/p> <p><strong><a href=\"https:\/\/univet.hu\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Dr-Bartha-Tibor_01.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-39390 size-medium\" src=\"https:\/\/univet.hu\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Dr-Bartha-Tibor_01-213x320.jpg\" alt=\"\" width=\"213\" height=\"320\" srcset=\"https:\/\/univet.hu\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Dr-Bartha-Tibor_01-213x320.jpg 213w, https:\/\/univet.hu\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Dr-Bartha-Tibor_01-768x1152.jpg 768w, https:\/\/univet.hu\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Dr-Bartha-Tibor_01-640x960.jpg 640w\" sizes=\"auto, (max-width: 213px) 100vw, 213px\" \/><\/a>An der Veterin\u00e4rmedizinischen Universit\u00e4t wurde vor 30 Jahren mit der deutschsprachigen Tierarztausbildung begonnen. Das Programm l\u00e4uft seit drei Jahrzehnten mit gro\u00dfem Erfolg und die Anfangsjahre stellten ohne Zweifel eine gro\u00dfe Hilfe f\u00fcr die Entwicklung der Universit\u00e4t dar, dank der sie auch schon seit damals zu den international f\u00fchrenden Einrichtungen f\u00fcr Tierarztausbildung geh\u00f6rt. Anl\u00e4sslich des runden Jubil\u00e4ums haben wir zusammen mit Dr. Tibor Bartha, dem Prorektor f\u00fcr internationale Beziehungen an der Veterin\u00e4rmedizinischen Universit\u00e4t, die vergangenen 30 Jahre Revue passieren lassen.<\/strong><\/p> <p><strong><em>Veterin\u00e4rmedizinische Universit\u00e4t:<\/em><\/strong><em> Wie sehen Ihre Erinnerungen an die ersten deutschen Studierenden aus?<\/em><\/p> <p><strong>Dr. Tibor Bartha:<\/strong> Die ungarische Tierarztausbildung kann auf eine 232-j\u00e4hrige Tradition zur\u00fcckblicken, es gab kein einziges Jahr, in dem wir nicht ein Studienjahr er\u00f6ffnet h\u00e4tten. Die Wissenschaftler an unserer Universit\u00e4t waren weltweit be- und anerkannt, nach ihnen wurden auch Krankheiten benannt. Nach der Ankunft der deutschen Studierenden stellte sich heraus, dass es sich gut auf unsere Ausbildung auswirkt, wenn wir ausl\u00e4ndische Studierende in einer Fremdsprache unterrichten, und wir konnten auch ihre Erwartungen erf\u00fcllen. Mit der Einf\u00fchrung des deutschen Programms war es auch notwendig, eine andere Perspektive in die Lehre zu integrieren, da sie einen anderen kulturellen Hintergrund hatten, deswegen mussten wir lernen, wie man ausl\u00e4ndische Studierende ausbilden muss, und dies auch noch auf Deutsch. Die Einf\u00fchrung des deutschen Programms hatte damals eine ganz erstaunliche Wirkung auf das damalige Leben der Universit\u00e4t und stie\u00df einen Entwicklungsprozess an. Wir haben viel von ihnen gelernt, aber nat\u00fcrlich haben sie auch viel von uns gelernt. Ich denke, dass dieser Prozess auch seitdem anh\u00e4lt.<\/p> <p><strong><em>VMU:<\/em><\/strong><em> Wie hat die Einf\u00fchrung des Programms Ihrer Meinung nach das Universit\u00e4tsleben ver\u00e4ndert? <\/em><\/p> <p><strong>TB:<\/strong> Die Ankunft der deutschen Studierenden brachte eine gewaltige Ver\u00e4nderung mit sich, weil wir damals noch nicht wussten, ob wir in der Lage sind, in einer Fremdsprache zu lehren und Studierende auszubilden. Unsere Lehre auf Ungarisch funktionierte gut, die Herausforderung bestand also darin, die bew\u00e4hrte Praxis auf die fremdsprachige Ausbildung zu \u00fcbertragen. Zum Gl\u00fcck ist uns das sehr gut gelungen, und es wirkte es sich dann sogar so aus, dass sich bald herausstellte, was man in der ungarischen Ausbildung anders unterrichten muss. Auf der Basis des bereits ein paar Jahre erfolgreich laufenden deutschen Programms konnten wir dann auch die englische Ausbildung ins Leben rufen. Ich wage es zu behaupten, dass unsere englische Ausbildung deswegen eingef\u00fchrt werden konnte, weil wir bereits im Vorhinein \u00fcber praktische Erfahrung mit fremdsprachiger Ausbildung verf\u00fcgten. Mittlerweile haben wir mehr auf Englisch lernende Studierende als die ungarischen und deutschen Studierenden zusammengenommen, und wir sind stolz darauf, dass wir einer der internationalsten Campusse sind, aber das haben wir eigentlich der deutschen Ausbildung zu verdanken.<\/p> <p><strong><em>VMU:<\/em><\/strong><em> Was ist Ihre Meinung \u00fcber die deutschen Studierenden? Inwieweit unterscheiden sie sich von den ungarischen Studierenden?<\/em><\/p> <p><strong>TB:<\/strong> Ich mag die deutschen Studierenden sehr, sie sind viel organisierter: als Dozent kann ich ihnen jede beliebige Aufgabe stellen, sie werden sie auf dem erwarteten Niveau erf\u00fcllen. Leider habe ich weniger mit ihnen zu tun als mit den englischsprachigen Studierenden, da ich sie nicht unterrichte, aber ich halte diese Studierenden f\u00fcr sehr talentiert und flei\u00dfig. Die ungarischen Studierenden hingegen kann man von den ausl\u00e4ndischen Studierenden dadurch unterscheiden, dass sich ein ungarischer Student auf dem Campus nur auf eine Bank setzt, w\u00e4hrend sich die internationalen Studierenden dorthin setzen, wohin die Sonne scheint, egal ob es Gras oder eben die Mitte der Stra\u00dfe ist.<\/p> <p><strong><em>VMU:<\/em><\/strong><em> Im Ausland wird die Veterin\u00e4rmedizinische Universit\u00e4t als einer der internationalsten Campusse hervorgehoben. Was f\u00fcr M\u00f6glichkeiten ergeben sich f\u00fcr die hier Studierenden daraus?<\/em><\/p> <p><strong>TB:<\/strong> Ich denke, dass es keine andere Tier\u00e4rztliche Hochschule gibt, wo der Anteil der ausl\u00e4ndischen Studierenden so hoch w\u00e4re, insbesondere, wenn wir ber\u00fccksichtigen, aus wie vielen L\u00e4ndern unsere Studierenden kommen, k\u00f6nnen wir eindeutig sagen, dass unser Campus einer der internationalsten \u00fcberhaupt ist. Gerade deswegen, weil ich darin ein gro\u00dfes Potential sehe, rege ich immer unsere internationalen und ungarischen Studierenden dazu an, in ihren Universit\u00e4tsjahren Freundschaften zu schlie\u00dfen und Kontakte aufzubauen, hier k\u00f6nnen sie n\u00e4mlich nicht nur Freundschaften f\u00fcrs Leben schlie\u00dfen, sondern auch einander dabei helfen, Erfahrungen im Ausland zu sammeln. Die im Ausland gemachten Erfahrungen und das dort erworbene Wissen hier einzubringen und zu nutzen, ist eine unserer wichtigsten Zielsetzungen.<\/p> <p><strong>VMU:<\/strong> <em>Dieses Jahr feiern wir den 30. Jahrestag der Einf\u00fchrung unserer deutschsprachigen Ausbildung. Anl\u00e4sslich dieses Jubil\u00e4ums organisieren wir im Rahmen der Marek-Tage jetzt zum ersten Mal das I. VMU Oktoberfest. Was m\u00f6chten Sie unseren Studierenden in diesem Zusammenhang ausrichten?<\/em><\/p> <p><strong>TB:<\/strong> Ich halte das I. VMU Oktoberfest f\u00fcr eine sehr gute Initiative, weil Bier die Leute zusammenbringt, da jeder die Sprache des Biers versteht. F\u00fcr die Studierenden ist diese Veranstaltung eine sehr gute Gelegenheit, sich zu treffen, denn bei einem Krug guten Biers und einer Wurst kann man viel leichter Freundschaft schlie\u00dfen. Mit der Organisation solcher Ereignisse schafft die Universit\u00e4t eine M\u00f6glichkeit f\u00fcr die Studierenden, damit der Aufbau von Kontakten, die Eingew\u00f6hnung und die Anpassung an die neue Umgebung so einfach wie m\u00f6glich vonstattengehen.<\/p> <p>&nbsp;<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir feiern den 30. 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