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Röntgendiagnostik

Die Abteilung für Radiologie ist an Werktagen von 9-15 Uhr geöffnet. Eine Röntgenuntersuchung ist in den folgenden Fällen möglich:

  • ein Tierarzt unserer Klinik fordert die Untersuchung an
  • ein externer Tierarzt fordert die Untersuchung an:
    In der Regel werden die überweisenden Kollegen gebeten, in ihrer Überweisung eindeutig anzugeben, ob eine weitere umfassende Untersuchung (und Behandlung) des Tieres erbeten wird oder nur eine Röntgenaufnahme. Falls die Behandlung von uns übernommen werden soll, muss das Tier vom diensthabenden Tierarzt unserer Klinik vor dem Röntgen klinisch untersucht werden, im weiteren Verlauf wird das Tier dann von ihm versorgt. Wenn der Kollege, der das Tier überwiesen hat, nur eine Röntgenaufnahme möchte, muss im Begleitformular genau angegeben werden, welche Art von Aufnahme benötigt wird. In diesem Fall überbringt der Tierbesitzer den schriftlichen Befund. (Bei Bedarf können wir die Röntgenaufnahme auch per E-Mail verschicken, und wir stehen auch für weitere Konsultationen zur Verfügung.)
  • der Tierbesitzer fordert die Untersuchung an:

Wir bitten die Tierhalter, die Radiologie nur mit einer Überweisung eines Tierarztes der Universitätsklinik oder eines externen Kollegen aufzusuchen, eine Ausnahme bilden Vorsorgeuntersuchungen für Hüft- und Ellenbogendysplasie.

Oft haben die Tierbesitzer ihre eigenen Vorstellungen über die erforderliche Röntgenaufnahme („Ich hätte gern eine Aufnahme vom Bein.“), das ist aber oft nicht fachlich fundiert oder das Tier braucht weitere Untersuchungen. Ein Tierarzt sollte in jedem Fall den Überblick haben, die Untersuchungsergebnisse zusammenfassen und eine Entscheidung über die weitere Behandlung treffen. In der Abteilung für Radiologie werden die Röntgenaufnahmen angefertigt und bewertet. Wir sind leider nicht befugt, Fragen wie „Was hat er denn jetzt?”, oder „Was sollen wir jetzt mit ihm machen?” fachlich fundiert zu beantworten.

Die Röntgen- und CT-Aufnahmen werden digital erstellt, bei Bedarf können wir per E-Mail eine Kopie zuschicken. Bitte schicken Sie dafür den Code des Tieres und das Datum der Aufnahme an [Click to see email] . Die Aufnahmen werden dem Absender der Anfrage zugeschickt.

Computertomographie (CT)

An der Veterinärmedizinischen Universität werden seit den 1990er Jahren Computertomographien durchgeführt. Der Einsatz des CTs in der chirurgischen Diagnostik gehört mittlerweile zur Routine. Die ursprünglich für die Humanmedizin hergestellten Geräte eignen sich auch für die Untersuchung von Tieren, mit dem Unterschied, dass die Tiere immer unter Vollnarkose gesetzt werden müssen, damit sie sich bei der Untersuchung nicht bewegen. Moderne CT-Geräte bieten in der veterinärmedizinischen Diagnostik ein weites Feld an neuen Möglichkeiten. Der Einsatz des CTs zur Untersuchung des zentralen Nervensystems oder bei Ganzkörperuntersuchungen gehört zu den grundlegenden diagnostischen Verfahren. Computertomographie ist eigentlich eine Art von Röntgen, damit können aber viel detailliertere Aufnahmen angefertigt werden. Der untersuchte Körperteil wird in zahlreichen aufeinanderfolgenden Bildern von Schnitten aus unterschiedlichen Richtungen dargestellt, so sind detaillierte Aufnahmen möglich. Dieses spezielle bildgebende Verfahren basiert auf der modernen Computertechnik.

Vor der CT-Untersuchung erfolgt in unserer Klinik in jedem Fall eine Allgemeinuntersuchung, um zu entscheiden, ob die Erkrankung oder der Allgemeinzustand des jeweiligen Tieres die erforderliche Vollnarkose erlaubt. Das Tier wird unter strenger, durchgehender Beobachtung von einem Narkosegerät in Vollnarkose versetzt. Die vorangehende Untersuchung entscheidet auch, ob in dem Fall ein CT überhaupt sinnvoll ist und ob ein für die Diagnose und für die weitere Behandlung relevantes Ergebnis zu erwarten ist. Das Ziel ist nicht die Anfertigung von CT-Aufnahmen, sondern die Erstellung einer korrekten Diagnose und eines Therapieplans.

CT-Untersuchungen werden an Werktagen von 9-15 Uhr durchgeführt. Bitte vereinbaren Sie in jedem Fall vorher einen Termin unter der Nummer 06 1 478 41 97!

Bei welchen Fällen wird eine CT-Untersuchung empfohlen?

Erkrankungen des zentralen Nervensystems

  • Schädel-Hirntrauma, Verletzungen der Wirbelsäule
  • Tumore
  • Angeborene Defekte
  • Degenerative Erkrankungen der Wirbelsäule

Ohrenkrankheiten

  • Chronische Entzündung des äußeren Gehörgangs und konsekutive Mittelohrentzündung
  • Gleichgewichtsstörungen

Erkrankungen des Kiefergelenkes

  • Kiefertrauma
  • Chronische Kiefergelenkarthrose

Untersuchung der Augenhöhle

  • Tumore, Abszesse der Augenhöhle

Defekte der Nasenhöhle

  • Chronische Rhinosinusitis
  • Tumor der Nasenhöhle

Thorax

  • Entzündungen und Tumore der Lunge, der Thoraxwand und des Mediastinums

Becken

  • Traumata
  • Tumore

In einigen Fällen sind Untersuchungen des Bauchraumes und der Gliedmaßen möglich.

Ophthalmologie

Die Behandlung von Tieren mit Augenerkrankungen an der Klinik für Chirurgie und Ophthalmologie der Veterinärmedizinischen Universität kann auf eine jahrzehntelange Tradition zurückblicken. Unsere Vorgänger maßen der Diagnostik und Behandlung von Augenkrankheiten eine derart große Bedeutung zu, dass die Klinik das Wort Augenheilkunde sogar im Namen führte; ähnliches ist nur von Wien bekannt. Diese bedeutende Rolle ergab sich daraus, dass im Laufe der 200-jährigen Geschichte der Veterinärmedizinischen Universität in Budapest mehrere weltbekannte veterinärmedizinische Ophthalmologen hier tätig waren.

Wir engagieren uns, um auch heute bei der ophthalmologischen Versorgung diese Tradition fortzusetzen, indem wir gute Facharbeit auf Universitätsniveau leisten. Unsere Arbeit wird durch moderne und hochwertige Geräte unterstützt, dadurch können wir schon die kleinsten Abweichungen an den Augen der Tiere erkennen, was eine rechtzeitige Diagnose und effektive Therapie ermöglicht. Uns steht ein breites Spektrum an ophthalmologischen Diagnoseverfahren zur Verfügung, nicht nur zur Erkennung von Krankheiten, sondern auch zur Durchführung von Vorsorgeuntersuchungen für Tierzuchtzwecke. Hier einige unserer diagnostischen Methoden, ohne Anspruch auf Vollständigkeit:

  • Spaltlampenuntersuchung – Biomikroskopie
  • Funduskamera zur Untersuchung des Augenhintergrunds
  • Gonioskopie (Untersuchung des Kammerwinkels)
  • Messung des Augeninnendrucks mit digitalem Messgerät (Tonopen)
  • Ophthalmologische Sonographie
  • Ermittlung der Tränenbildung
  • Computertomographie (CT)
  • Spezielle Laboruntersuchungen

Die Aufstellung einer richtigen Diagnose und die rechtzeitig begonnene Therapie ermöglichen meistens den Erhalt der Sehkraft und die Heilung des Auges. Wir tragen zum Erhalt der Sehkraft der Tiere mit medikamentösen Therapien oder mit der Durchführung von komplizierten ophthalmologischen Eingriffen in unserem Operationssaal bei. Im ausgezeichnet ausgestatteten ophthalmologischen OP-Saal der Klinik für Chirurgie und Ophthalmologie stehen dem Chirurgen mehrere moderne Geräte für die Arbeit eines Augenarztes zur Verfügung. Hier befinden sich zum Beispiel Narkose- und Beatmungsgeräte, ein Operationsmikroskop oder der bei Operationen des Grauen Stars eingesetzte Phakoemulsiphikator. Mit Hilfe dieses Gerätes und durch Verwendung der aus der Humanmedizin bekannten Methode kann der häufig zu Erblindung der Tiere führende Graue Star erfolgreich operiert werden. Die Effizienz des Eingriffs wird durch Einsetzen einer speziell für Tiere (Hunde und Katzen) angefertigten künstlichen Linse noch erhöht.

Sprechstunden der Fachpraxis für Ophthalmologie finden jeden Tag nach vorheriger Terminabsprache statt. Kontakt: Anmeldung bei der ophthalmologischen Zentrale: 06/20 276 8989; Rezeption an der Universität: 06/1 4784197.

 

Zahnheilkunde

In der Fachpraxis für Zahnheilkunde werden allgemeine Verfahren zur Mundhygiene (Zahnsteinentfernung, Polieren), Röntgenuntersuchungen der Mundhöhle, Wurzelbehandlungen, Plombierung, Korrektur von Fehlstellungen der Zähne, die Behandlung verschiedener Mundhöhlenerkrankungen, die Entfernung von Tumoren sowie fachliche Beratung durchgeführt. Auch Eingriffe, bei denen Betäubung- oder Vollnarkose nötig ist, können dank des professionellen Hintergrunds und der Ausstattung der Klinik äußerst sicher durchgeführt werden. Wir stehen den Patienten nach Terminabsprache zur Verfügung (Tel: 06 1/478 4197, 06 1/478 4100), in Notfällen auch ohne Anmeldung.

Orthopädie

Die Kleintier-Orthopädie befasst sich mit der Erkennung und Behandlung der Erkrankungen des Bewegungsapparates bei Kleintieren. In der Klinik des Lehrstuhls für Chirurgie und Ophthalmologie an der Veterinärmedizinischen Universität Budapest waren von Anfang an Fachleute tätig, die es als ihre Lebensaufgabe betrachteten, dieses aufregende, sich dynamisch entwickelnde wissenschaftliche Fachgebiet in Ungarn einzuführen, auf hohem Niveau auszuüben und ihr Wissen an folgende Generationen weiterzugeben. Die Professoren Ferenc Fellner und Iván Szokolóczy schufen solide Grundlagen, darauf basierte die rasante Entwicklung der orthopädischen Versorgung von Heimtieren ab den neunziger Jahren. Die Eröffnung von Privatkliniken brachte einen fachlichen Wettbewerb im positiven Sinne mit sich, so sehen sich auch die Mitarbeiter unserer Klinik ständig vor neue und weitere Herausforderungen gestellt. Die umfassende Spezialisierung bedeutet für sie einen großen Vorsprung gegenüber den Kollegen in den Privatkliniken, orthopädische Chirurgen befassen sich ausschließlich mit diesem Bereich, sie praktizieren und unterrichten ihn tagtäglich. Dem und der von der Universität bereitgestellten besseren Ausrüstung ist zu verdanken, dass neue Operationsverfahren und Therapiemethoden zuerst an unserer Klinik eingesetzt werden.

Der Operationsblock für Knochenchirurgie dient auch zur Durchführung von Operationen an der Wirbelsäule. Bewegungsstörungen oder in ernsteren Fällen Lähmungen, die auf Erkrankungen der Wirbelsäule zurückzuführen sind, können größtenteils operativ behandelt werden. Dazu bedarf es der engen Zusammenarbeit von nahezu allen Abteilungen der Klinik: eine genaue neurologische Untersuchung, eine präzise durchgeführte Anästhesie, Röntgen- oder CT-Untersuchung mit Kontrastmittel, anschließend folgt die operative Untersuchung des Knochenmarks. Diese Teamarbeit ermöglichte eine erhebliche Verbesserung der Heilungsergebnisse, natürlich haben dazu auch die externen Tierarztkollegen beigetragen, indem sie gefährliche Erkrankungen rechtzeitig erkannt und das Tier zu uns überwiesen haben.

Anästhesiologie und Analgesie-Management

In unserer Ambulanz für Anästhesiologie erwarten wir Hunde und Katzen vor einer Operation mit ihren Besitzern zur Untersuchung und Konsultation. In der Sprechstunde erklären wir die Möglichkeiten zur Anästhesie ausführlich, und klären über die Risiken und Aspekte der Nachsorge auf. Wir leiten auch bei Bedarf weitere präoperative Untersuchungen in die Wege, wie z. B. Ermittlung des Blutzuckerwertes oder eine kardiologische Untersuchung. Es ist nicht obligatorisch, zur Sprechstunde zu erscheinen oder die Untersuchungen durchführen zu lassen, aber bei älteren Tieren mit chronischen Erkrankungen oder vor einer größeren Operation lohnt es sich, dieses Angebot wahrzunehmen, da es zu einer sicheren Anästhesie beiträgt.

Neben tierischen Patienten, denen eine OP bevorsteht, erwarten wir in unserer Fachpraxis auch Hunde und Katzen, die unter chronischen Schmerzen leiden. In erster Linie behandeln wir Schmerzen des Bewegungsapparates (z. B. Gelenkverschleiß), onkologisch bedingte oder wegen Erkrankungen des zentralen Nervensystems auftretende Schmerzen mit Hilfe von Medikamenten und anderen Methoden. Es ist wichtig zu wissen, dass chronische Schmerzen die Lebensqualität der Tiere beeinträchtigen, und dass die meisten Schmerzen erfolgreich behandelt bzw. gelindert werden können. Das Ergebnis ist oft beeindruckend, wie z. B. wenn ein Lahmen, das seit Monaten besteht, plötzlich verschwindet. Die Fachpraxis arbeitet mit der Praxis für Physiotherapie zusammen.

In der Fachpraxis erwarten wir Sie nach einer Terminabsprache. Bitte melden Sie sich in der Chirurgischen Klinik unter der Nummer 06-1-478 41 97.

 

Fachpraxis für Physiotherapie

Physiotherapie heilt durch die Kraft der Natur, ist aber nicht mit Naturheilkunde gleichzustellen. In der Veterinärmedizin werden im Grunde Erfahrungen und Kenntnisse aus der Humanmedizin angewandt, diese Verfahren basieren auf wissenschaftlichen Erkenntnissen. An unserer Universität werden seit 2006 physiotherapeutische Behandlungen angeboten.

In welchen Fällen können sie helfen?

  • Lahmheit
  • Muskelerkrankungen (Muskelschwund, Dystrophie, Muskelverkürzung usw.)
  • Rehabilitation von neurologischen Erkrankungen (Bandscheibenvorfall, Verletzungen der peripheren Nerven)
  • Lähmung
  • Koordinationsprobleme und andere Bewegungsstörungen

Bestandteile der Behandlung:

  • Physiotherapie
  • ergänzende Therapiemethoden

Allein schon daraus lässt sich entnehmen, dass die Physiotherapie an sich bei der Behandlung die wichtigste Rolle spielt. Dabei werden mechanische Kräfte verwendet (Mechanotherapie). Physiotherapie ist besonders wichtig, weil dadurch das Tier wieder dazu befähigt wird, sich aktiv und schmerzfrei zu bewegen. Parallel dazu gibt es eine große Auswahl an ergänzenden Therapiemethoden, bei Tieren werden aber fast ausschließlich mechanische Kräfte eingesetzt (so müssen wir z. B. auf Heilbäder verzichten).

Physiotherapie

Physiotherapeutische Behandlung sollte auch bei Patienten eingesetzt werden, die sich nicht bewegen können, besser gesagt, die Anwendung ist unerlässlich. In diesen Fällen wird eine passive Physiotherapie praktiziert, also das Tier bleibt passiv, und der Therapeut arbeitet. Diese Therapie ist sehr wichtig, da Bewegungsmangel den Bewegungsapparat (Gelenke, Knochen, Muskeln) erheblich beeinträchtigt. Ohne entsprechende Belastung verändert sich die Knochenstruktur, die Nährstoffversorgung der Gelenke und die Muskelkraft zum Negativen, die Muskelmasse nimmt ab.

Bei Patienten, die sich nur mit Hilfe bewegen können, wird ebenfalls Physiotherapie angewendet, sie werden bei den Übungen unterstützt. In diesem Fall arbeiten der Patient und der Therapeut. Patienten, die bewegungsfähig sind, führen die Übungen aktiv durch. Dabei arbeitet hauptsächlich der Patient nach Anweisungen des Therapeuten.

Ergänzende Therapien

Elektrotherapie

Dabei wird elektrischer Strom therapeutisch eingesetzt. Wenn der Strom direkt angewendet wird, bezeichnet man es als direkte Elektrotherapie, wird er umgewandelt, nennt es sich Ultraschalltherapie oder Magnetfeldtherapie.

Hydrotherapie

Im Grunde geht es dabei um zwei Arten von Bewegungen im Wasser: schwimmen und unter Wasser laufen. Da diese zwei Bewegungsformen sehr unterschiedlich sind, sollte immer ein Fachmann die Entscheidung treffen, welche Therapie sich zur Heilung des jeweiligen Patienten am besten eignet. An unserer Universität gibt es zurzeit noch keine Möglichkeit zur Hydrotherapie.

Kurze Beschreibung der Therapie

Beim ersten Treffen untersucht der Therapeut den Allgemeinzustand des Patienten. Das ist eine wichtige Grundlage zur Planung der Behandlung, dadurch erhält man Informationen über pathologische Abweichungen und Störungen, die anschließend behandelt werden. Danach bespricht der Therapeut mit dem Tierhalter, welche Ergebnisse zu erwarten sind, und was dafür notwendig ist. Auch der Tierhalter muss zu Hause mit dem Tier arbeiten, das macht einen bedeutenden Teil der Therapie aus. Der Therapeut kontrolliert die Fortschritte bei späteren Untersuchungen, und passt bei Bedarf die Übungen an. Außerdem gibt es einige Therapieverfahren, die nur vom Therapeuten ausgeübt werden können (Manualtherapie, Elektrotherapie). Bei orthopädischen Problemen wird das Tier ein- bis zweimal pro Woche behandelt, bei neurologischen Beschwerden können 3 oder mehr Behandlungen pro Woche erforderlich sein (das hängt auch davon ab, inwieweit sich der Tierhalter die Therapieverfahren aneignen kann). Ein Behandlungszyklus dauert in der Regel zwei Monate. Für das bestmögliche Ergebnis sind jedoch mehrere Zyklen nötig.

Neurologie

In der Fachpraxis für Neurologie werden die Erkrankungen des Nervensystems untersucht. Der erste und wichtigste Schritt zur Versorgung der Patienten ist eine fachgemäße neurologische Untersuchung, die die Erhebung der Anamnese und eine körperliche neurologische Untersuchung umfasst. Auf dieser Basis kann ermittelt werden, welcher Teil des Nervensystems betroffen ist, wie schwer die Krankheit ist bzw. welche weiterführenden Untersuchungen für die genaue Diagnose und zur Planung der Behandlung noch benötigt werden. Bei Kleintieren kommen häufig Erkrankungen der Wirbelsäule vor, die Behandlung ist in der Regel eine ernste Aufgabe für den Chirurgen. Erkrankungen des Gehirns oder des peripheren Nervensystems bedürfen meistens einer internistischen Versorgung. Typischerweise werden in beiden Fällen zur Erstellung einer genauen Diagnose meistens moderne diagnostische Geräte (z. B. CT / MR / Myelographie / Sonographie) und Laboruntersuchungen benötigt. Deshalb erfordert die neurologische Versorgung von Kleintieren die Zusammenarbeit eines eingespielten Teams. Dabei spielen die Fachpraxis für Neurologie und der orthopädische Operationsblock zur Durchführung von neurochirurgischen Eingriffen, die zur Diagnose unentbehrlichen Verfahren der bildgebenden Diagnostik sowie in manchen Fällen die enge Zusammenarbeit mit den Kollegen vom Lehrstuhl und von der Klinik für Innere Medizin eine wichtige Rolle.

Das Hauptprofil der chirurgischen Klinik stellt die bildgebende Diagnostik und operative Behandlung von Kompressionserkrankungen der Wirbelsäule dar. Wir beschäftigen uns mit plötzlich auftretenden Lähmungen und Notfällen, bei anderen neurologischen Beschwerden (z. B. Epilepsie, Gleichgewichtsstörungen, Erkrankungen des peripheren Nervensystems) sollte ein Termin vereinbart werden. Für Terminabsprachen rufen Sie bitte die Chirurgische Klinik unter der Nummer 06-1-478 41 97 an. Bei Notfällen leisten wir Erste Hilfe im Rahmen unseres 0-24-Not- und Bereitschaftsdienstes ein.

 

Weichteilchirurgie

 Stationäre Abteilung

Patienten, die eine langwierige Behandlung benötigen, werden in unserer Klinik in der stationären Abteilung untergebracht. Die Tiere bekommen einen Einzelkäfig und werden während des Aufenthaltes umfassend versorgt. Für Hunde und Katzen steht ein gesondertes Krankenzimmer zur Verfügung. In der Abteilung für Intensivmedizin der Klinik werden diejenigen Tiere, die eine Intensivversorgung benötigen, rund um die Uhr beaufsichtigt und versorgt. Sie können während des stationären Aufenthaltes von 9-19 Uhr Ihre Tiere für 10 Minuten pro Tag besuchen.